Gemeinsamer Einsatz für den Valeo-Standort in Mühlhausen

Die bekannt gewordenen Pläne des Valeo-Konzzerns zur Schließung des Standorts Mühlhausen treffen die Stadt Mühlhausen und insbesondere die rund 160 Beschäftigten hart.

Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns, Bürgermeister Jan Riemann und die Wirtschaftsförderung wurden am Mittwochnachmittag (14.01.2026) nach Information der Belegschaft über die Pläne in Kenntnis gesetzt. Seitdem stehen sie in engem Austausch mit allen relevanten Akteuren: der Geschäftsführung (die heute, 15.01.2026, im Rathaus zu Gesprächen anwesend war), dem Betriebsrat, der Thüringer Wirtschafts- sowie der Sozialministerin, der LEG Thüringen sowie dem Landrat des Unstrut-Hainich-Kreises.

Der Oberbürgermeister, der Bürgermeister und der Wirtschaftsförderer waren zudem am Donnerstag (15.01.2026) im Unternehmen , um direkt mit der Belegschaft in Austausch zu treten.

Mit der Geschäftsführung wurde diskutiert, ob bzw. inwieweit nennenswerte Teile der Produktion eine eigenständige Zukunftsperspektive haben. Dazu ist nun die Rückmeldung des Konzerns abzuwarten.

Darüber hinaus wird die Stadt die Gewerkschaft und den Betriebsrat dabei unterstützen, die konkreten Vorstellungen für die Belegschaft umzusetzen und Maßnahmen zu ergreifen, um neue Beschäftigungsmöglichkeiten in der Region zu erschließen.

Am Montag (19.01.2026) waren die Thüringer Wirtschaftsministerin und die Thüringer Sozialministerin vor Ort in Mühlhausen .

Der Oberbürgermeister nimmt auch die Entwicklung des weltweit tätigen börsennotierten Mutterkonzerns in den Blick: „Valeo verzeichnet in den zurückliegenden Jahren konstante Gewinne und Umsätze sowie steigende Dividenden. Für mich passen steigende Dividenden und Werksschließungen nicht zusammen“, so Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns.

Zudem treffe es hier einen Standort, der eigentlich mit Produkten im Geschäftsbereich abseits des Verbrenners aktiv ist. „Hier zeigen sich die Folgen der erratischen Zoll-Politik Trumps, der Konkurrenz aus Fernost und der inkonsistenten Industriepolitik hierzulande. Ein solches ‚Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln‘ geht nicht auf“, so der Oberbürgermeister weiter.