Direkt zur Hauptnavigation springen Direkt zum Inhalt springen

Neues Pfarrhaus

Das neue Pfarrhaus wurde 1844 erbaut. Zum Pfarrhaus gehört ein großer Pfarrgarten. Am 25. Oktober 1880, abends 7 Uhr berieten 96 Höngedaer Bürger in der Gemeindeschenke über einen Um- oder Neubau der hiesigen Pfarre. Eingeladen hatte der Gemeindekirchenrat, Pfarrer Stephan. Anschließend wurde ein Brief an die Königliche Regierung zu Erfurt verfasst. Das Pfarrgebäude war damals in sehr baufälligem Zustand. Der Bau sollte nun bis 1884 verschoben werden. Am 12. Januar 1882 war die nächste Versammlung. Es kamen 109 Einwohner. Es wurde über Geldmittel, Bauplatz und notwendige Ausarbeitung des Projektes beraten. Man rechnete mit 15 000 Mark von der Provincialhülfskasse Magdeburg. Nach einer weiteren Versammlung am 21. Juni 1883, gab es am 1.Oktober 1884, 4000 Mark und am 1. Dezember 8000 Mark für das Vorhaben.

Bilder zum neuen Pfarrhaus


Ehemalige Gemeindeverwaltung

Die alte Lehmgrube an der Landstraße diente den Höngedaer Bürgern lange Zeit zur Baustoffgewinnung. In vielen alten Häusern ist der Lehmputz noch erhalten. Im Herbst 1843 wurde in der Lehmgrube eine Baumschule angelegt. Nach 1900 wurde das Grundstück kaum noch genutzt. Es lag brach, nur mit einigen Obstbäumen bepflanzt.Als in den 1960er Jahren eine Erweiterung des Bürgermeisteramtes notwendig wurde erwies sich die alte Lehmgrube als idealer Standort. Der Neubau des Bürgermeisteramtes erfolgte 1967/68. In der linken Seite des Doppelhauses wurde die Gemeindeverwaltung untergebracht, in der rechten Seite entstand die Wohnung des Bürgermeisters. 1968 zog der Rat der Gemeinde mit dem damaligen Bürgermeister Hugo Hubert in das neue Gebäude an der Landstraße 133 um. Bis zu diesem Zeitpunkt befand sich die Räume des Bürgermeisteramtes über der damaligen Konsumverkaufsstelle unterhalb des Musikpavillons am Anger. Die Räume des alten Amtes wurden später als Produktionsräume der Puppina genutzt.

Bilder zur ehemaligen Gemeindeverwaltung

Zur Lehmgrube

Als Straßenbezeichnung wird die Lehmgrube ab 1808 (also zu Beginn des 19. Jahrhunderts) im Kirchenbuch der Gemeinde Höngeda genannt.

1853 wird in der Amtszeit des Schulzen Gottfried Schäffer ein Baumgarten in der Lehmgrube angelegt. Die Einwohnerzahl zu dieser Zeit beträgt 396 Personen.

Von 1555 bis 1562 ist Valtin Ring Schulze im Ort. (erster schriftlich namentlich erwähnter, gefundener) In seiner Amtszeit hat der Ort zwischen 90 und 120 Einwohner.

Vor dem Bau des Bürgermeisteramtes wird die Lehmgrube in den Wintermonaten, wenn es reichlich Schnee gab, von den Kindern und Jugendlichen zum Schlittenfahren genutzt. Ende der 1950 Jahre gab es auch Überlegungen, die Lehmgrube als Kinderspielplatz zu gestalten.

Neben der Pfarre, nach der Lehmgrube hin ist eine weitere Straßenbezeichnung, die den Wohnort der Pfarrer in Höngeda bis 1884 bezeichnete. (das alte Pfarrhaus, heute Fam. Brückner)

1884 erfolgt der Neubau der Pfarre in der heutigen Pfarrgasse.

Der erste Pfarrer, der für Höngeda ermittelt wurde, war „plebanus Ditmarus“. (Erwähnung MHL Urkundenbuch, als Zeuge bei einem Landverkauf). Ein Leutpriester, der an einer Pfarrkirche die Seelsorge ausübte und den eigentlichen Pfarrer bei Abwesenheit vertrat.

Die neue Pfarre bezieht der langjährige Pfarrer der Gemeinde Carl Eduard Stephan. Seit 1855 ist er Pfarrer im Ort, er ist verheiratet mit Pauline Elisabeth geb. Linke. Sie haben sieben Kinder. Die Tochter Ottilie Anna Doris Stephan heiratet im April 1884 den Kantor Wilhelm Friedrich Becker in der Dorfkirche St. Cyriakus. Der Kantor ist gebürtig aus Hesserode, aus der Ehe gehen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Pfarrer Stephan verstirbt 1888.

Den Pfarrhaushalt unterstützte nicht nur die Ehefrau, vielfach gab es eine Haushälterin, die auch als Köchin tätig war. Ihr zur Seite standen oft junge Mädchen aus dem Ort, die in Haushalt und Küche angelernt wurden. Im großen Pfarrgarten wurden Gemüse, Beerensträuchern und viele nützliche Kräutern angebaut.