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Projektgalerie (Kopie 1)

Schwanenteich ("Thüringer Quellenpark") - Ein neues Juwel für Mühlhausen und Thüringen

Seit dem 13. Mai 2026 ist es soweit: Die ersten beiden Hauptbauabschnitte des umfassend neu gestalteten Schwanenteichs Mühlhausen sind für die Öffentlichkeit freigegeben. Damit steht das Areal allen Bürgerinnen, Bürgern und Gästen zur Verfügung – ein lang ersehntes und wegweisendes Projekt für die Stadt.

„Der neu gestaltete Schwanenteich wird die touristische Strahlkraft unserer Mittelalterlichen Reichsstadt Mühlhausen erhöhen. Er stärkt nicht nur unsere wirtschaftliche Attraktivität, sondern steigert auch die Lebensqualität unserer Bürgerinnen und Bürger. Hier verbinden wir Naturerlebnis, Geschichte und moderne Infrastruktur – ein Gewinn für alle.“
– Oberbürgermeister Dr. Johannes Bruns

Zentrale Themen haben wir bei den wichtigsten Fragen und Antworten zum Schwanenteich gebündelt.

Von der Vision zur Realität

Die Idee, den Schwanenteich als zentrales Erholungs- und Naturgebiet zu entwickeln, reicht bis ins Jahr 2008 zurück. Damals wurde eine erste Konzeption zur Entwicklung des Areals erarbeitet. Im Rahmen der Bewerbung zur Landesgartenschau 2024 unter dem Motto „Wasser – Mühlen – Mythen“ reifte der Plan weiter. Obwohl Mühlhausen den Zuschlag nicht erhielt, bekräftigte der Freistaat Thüringen seine Unterstützung und sagte umfangreiche Fördermittel zu.

Am 6. Oktober 2021 beschloss der Stadtrat einstimmig die Entwurfsplanung für die Aufwertung des Schwanenteichs – ein Projekt, das seither mit großer Bürgerbeteiligung und Fachkompetenz vorangetrieben wurde. Trotz globaler Krisen wie der Corona-Pandemie, des Ukraine-Kriegs und des Iran-Konflikts, die zu Lieferengpässen, Energieknappheit und Kostensteigerungen führten, sowie geologischer Herausforderungen und Vandalismus, konnte das Projekt erfolgreich fertiggestellt werden.


Was wurde realisiert? Die neuen Highlights am Schwanenteich


Integrativer Spielplatz „Wasser – Mühlen – Mythen“

Der neue Spielplatz lädt Kinder und Jugendliche ein, spielerisch die Verbindung von Wasser, mittelalterlicher Geschichte und Natur zu entdecken. Besonders stolz ist die Stadt auf die barrierefreien Spielbereiche, die auch Kindern und Jugendlichen mit Beeinträchtigungen den Spaß am Spiel ermöglichen. Mit Sprudelstein, Matschrinne und ausreichend Platz zum Toben ist für alle gesorgt.

 

Platz am Schwanenteich mit Sitzstufen und Terrassen

Direkter Zugang zum Wasser, naturnahe Materialien wie Holz und Naturstein sowie mehrere Ebenen mit Sitzmöglichkeiten bieten einen Panoramablick über den Teich. Ein besonderes Highlight ist das Wasserspiel in der nordöstlichen Ecke, das nicht nur optisch durch Fontänen und Lichteffekte überzeugt, sondern auch die Wasserqualität durch Sauerstoffzufuhr verbessert.

Drei von fünf Fischskulpturen des Künstlers Gisbert Baarmann aus der Uckermark sind bereits installiert. Die Skulpturen basieren auf Zeichnungen des Mühlhäuser Naturforschers W.G. Tilesius von Tilenau (1769–1857). Die beiden fehlenden Fische werden in den nächsten Wochen gesetzt.
Der Schwanenteich steht nun auch als neuer Veranstaltungsort mit unverwechselbarem Flair zur Verfügung – die große Platzfläche bietet dafür alle Voraussetzungen.


Informationszentrum am Ostufer

Das multifunktionale Gebäude beherbergt eine Tourist-Information, einen Raum für Umweltbildung (z. B. Grünes Klassenzimmer, Seminare, Workshops) und kann sogar als Trau-Ort genutzt werden. Im Außenbereich finden sich Fahrradabstellplätze inkl. Ladestationen für E-Bikes sowie ein barrierefreies WC.


Uferpromenade, Uferpfad und -garten

Ein geschlängelter Uferpfad durch den reich und gezielt mit einheimischen Arten bepflanzten Ufergarten (nur für Fußgänger) lädt zum Spazieren ein – nah am Wasser mit Ruhepunkten und wechselnden Ausblicken. Der bestehende asphaltierte Hauptweg bleibt für Radfahrer erhalten. Neue Bänke (teilweise mit erhöhten Sitzflächen für ältere Menschen), Papierkörbe, Fahrradständer und ein Trinkwasserbrunnen runden das Angebot ab.

 

Umgestaltung des Biergartens

Der Biergarten des Restaurants/Cafés wurde umgestaltet und bietet nun beste Voraussetzungen für eine künftige Betreibung. Durch die Umgestaltung der Außenanlagen ist das Café/Restaurant barrierefrei zugänglich, Stolperstellen und unsaubere Verkabelung wurden beseitigt, und eine größere befestigte Fläche bietet mehr Aufstellmöglichkeiten für Tische.


Kosten und Finanzierung: Eine Investition in die Zukunft

Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf 11,725 Mio. € (Baukosten: 9,701 Mio. €, Nebenkosten: 1,981 Mio. €). Die Hauptfinanzierungsquelle sind GRW-Mittel (Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“), die bis zu 75 % der Kosten decken.

 

Ein Gemeinschaftswerk: Dank an alle Beteiligten

Das Projekt Schwanenteich ist ein Gemeinschaftswerk – möglich gemacht durch das Engagement vieler Akteure: die Stadtverwaltung Mühlhausen, den Stadtrat und Kommissionen, Planungsbüros und Fachplaner, die Bürgerinnen und Bürger von Mühlhausen sowie regionale Baufirmen, Handwerker und Künstler. Ein besonderer Dank gilt den Fördergebern, dem Freistaat Thüringen und der Thüringer Aufbaubank.

 

Ausblick: Was kommt als Nächstes?

Am 13. Juni 2026 werden weitere Veranstaltungen folgen. Die Fertigstellung des dritten Bauabschnitts (Brücken, Doppel-Kletterspinne, Sonnendeck) ist für Ende 2026 geplant. Für die langfristige Pflege des Areals werden zwei neue Mitarbeitende im städtischen Bauhof eingestellt. Die Stadt appelliert an alle Besucherinnen und Besucher, verantwortungsvoll mit dem Areal umzugehen, um es für kommende Generationen zu erhalten.

 

Gastronomie am Schwanenteich: Mobil und mit Flair

Pünktlich zum Himmelfahrtswochenende startet die gastronomische Versorgung am neu gestalteten Schwanenteich – zunächst mobil. Die Mühlhäuser Veranstaltungsservice GmbH (Sebastian Bachmann und Heiko Scholz) kümmert sich um das Open-Air-Angebot und plant, wetterabhängig an mehreren Tagen pro Woche für Sie da zu sein – mit After-Work-Partys, Grillabenden und Musik (u. a. von Bernd Rehling am Himmelfahrtstag).

Zu Pfingsten findet wegen des Trabi-Treffens am Schwanenteich keine mobile gastronomische Versorgung statt.

Das ehemalige Café/Restaurant bleibt vorerst geschlossen und wird zusammen mit der Tagungs- und Kulturstätte voraussichtlich ab 2027 saniert.

Zeitweise Einschränkungen:

Für Anlieferungen des noch im Bau befindlichen 3. Bauabschnittes wird es kurzfristig phasenweise notwendig, den Fußgängerverkehr über die hergerichtete nördliche Umleitung zwischen der Tagungs- und Kulturstätte und dem Anglerverein entlang zu leiten. Diese Strecke ist barrierefrei gestaltet und ggf. auch mit dem Fahrrad nutzbar. Die Termine der Behinderungen und ggf. Sperrungen im Bereich der Schwanenteichpromenade werden dann rechtzeitig jeweils an der Kulturstätte und an der westlichen Baugrenzen am Anglerverein angezeigt und ausgeschildert.

 

Fazit: Ein Projekt mit Strahlkraft für die Region

Die Freigabe des Erholungsgebiets Schwanenteich ist ein Meilenstein für Mühlhausen – und ein Vorbild für Thüringen. Hier gelingt die Verbindung von Ökologie, Tourismus und regionaler Identität auf einzigartige Weise. Mit der Freigabe beginnt ein neues Kapitel für den Schwanenteich – als Ort der Erholung, der Begegnung und des Naturerlebnisses.

 
Rückblick:

Mit großer Mehrheit hatte der Mühlhäuser Stadtrat im. Oktober 2021 die Entwurfsplanung zur Weiterentwicklung unseres Erholungsgebiets am Schwanenteich beschlossen. Nach der intensiven Arbeit in den vorangegangenen  Monaten wurde ein zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht – und das haben wir vielen Mitwirkenden zu verdanken!

Dazu gehören gleichermaßen unser Planungsbüro, die Fachkollegen der Stadtverwaltung, die Stadträtinnen und Stadträte, die Mitglieder der gebildeten Kommission, die beteiligten Behörden und Fachplaner, insbesondere aber auch den Mühlhäuser Bürgerinnen und Bürger. Durch die Zusammenarbeit sind aus den ersten Ideen Entwürfe gereift. 

Viele gute Anregungen wurden an uns herangetragen. Jede einzelne wurde aufgenommen, geprüft und bewertet. Damit trägt die beschlossene Entwurfsplanung an einigen Stellen die Handschrift der Bürgerinnen und Bürger: So gibt es eine neue Kletterspinne und ein Wasserspiel, das zur Verbesserung der Wasserqualität beitragen soll. Die multifunktionale Tourist-Info und Umweltbildungszentrum erhält Fahrradstellplätze, E-Ladestation, barrierefreie Toiletten und ein Gründach. „Für alle“ lautet auch das Credo für den neuen integrativen Spielplatz, hier werden Sprudelstein und Matschrinne integriert. Und auch ausreichend Bänke, Mülleimer und Beleuchtung gibt es selbstverständlich.

Zeitraffer zur Baumaßnahme

Ausführungsplanung

Übersichtsplan | Bauabschnitte I bis III
Leistungszeitraum:
 
    August 2023 bis Frühjahr 2026 (geplant)
Bearbeitungsstand:    Ausführungsplanung
      
Leistungsumfang:    Bauabschnitte I bis III
     I. Platz am Schwanenteich
     II. Uferpromenade mit Ufergarten
     III. Uferweg mit Schwanenteichbrücke
Gesamtfläche:    ca. 33.000 qm
      

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Luftbild Phase I | Natur-Erlebnis-Abenteuer

Lageplan | Übersichtsplan

Platz am Schwanenteich mit Spielplatz (Baubeginn: Ende August 2023)

Leistungszeitraum:
 
   August 2023 - Frühsommer 2026
Leistungsumfang:   Sitzstufen am Wasser | Integrativer Spielplatz | Schwanenteichterrassen
    Informationszentrum 
Gesamtfläche:   ca. 11.500 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

 

Integrativer Spielplatz „Wasser Mühlen Mythen“ (Baubeginn: Ende August 2023)

Uferpromenade mit Ufergarten

Leistungszeitraum:
 
   Oktober 2023 bis Frühsommer 2026
Leistungsumfang:   Uferpromenade | Ufergarten | Uferpfad 
Gesamtfläche:   ca. 4.500 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Uferweg - Wiesen und Naturerlebnis

Leistungszeitraum:
 
   Herbst 2025 bis voraussichtlich Herbst 2026
Leistungsumfang:   Uferweg mit Wiesenflächen | Wassererlebnisorten | Schwanenteichbrücke
Gesamtfläche:   ca. 17.000 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Tier- und Pflanzenwelt am Schwanenteich

Die Tier- und Pflanzenwelt am Schwanenteich wird von der Umgestaltung profitieren. So werden nach Abschluss der Arbeiten dank umfangreicher Neupflanzungen 70 Bäume mehr hier wachsen. Hinzukommen vielfältigste neue Stauden, Gräser und andere Pflanzen, insbesondere auch entlang des nördlichen Schwanenteich-Ufers, an dem es nach sachverständiger Einschätzung bisher nur wenig Vegetation von „Allerweltsarten“ mit meist geringer Strukturvielfalt gibt.

Jeder Baum, der erhalten werden kann, wird auch erhalten. Dort, wo Bäume aufgrund von Vorschädigungen, Krankheiten, ungünstiger Standortbedingungen oder ungenügender Stand- und Bruchsicherheit nicht erhalten werden können, gibt es Ersatz durch standortgerechte Nachpflanzungen.

Dem folgenden Lageplan können Sie entnehmen, an welchen Stellen Bäume neu gepflanzt werden (violette Kreise) und wo Rodungen erforderlich sind (rot umrandete Kreise). Auch die Bäume, die erhalten werden, sind verzeichnet (grüne Kreise).

Link zur Legende der folgenden Karte

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Stadtratsbeschlüsse | Bürgerbeteiligung

Wieso, weshalb, warum?

Entstehungsgeschichte, Rahmenbedingungen sowie Antworten auf häufige Fragen (FAQ).

Meilensteine

2008
 
 
 
  • Erstellung einer Konzeption zur Entwicklung des Naherholungsgebietes Schwanenteich (Stadtrats-Beschluss 751/2008 vom 08.05.2008);
  • daran anschließend: Durchführung einer Ideenbörse mit Bürgerbeteiligung (Beschluss Mai bis Juli 2008)
  • Erstellung Bewerbungsunterlagen zur Landesgartenschau 2013 durch die Stadtverwaltung mit dem Hauptschaugelände Schwanenteich
2017 
 
  • Stadt Mühlhausen reicht Bewerbung „Wasser – Mühlen – Mythen“ zur Ausrichtung der 5. Landesgartenschau ein
2018 
 
  • Leinfelde-Worbis bekommt Zuschlag zur Ausrichtung der Landesgartenschau 2024.
  • Mühlhausen wird Partnerstandort der Landesgartenschau 2024.
  • Der Freistaat Thüringen bekennt sich zur Entwicklung des Erholungsgebiets Schwanenteich und sagt in Folge der großen Anklang findenden Landesgartenschau-Bewerbung Mühlhausens „Wasser – Mühlen – Mythen. Von der Quelle bis zur Mündung“ die Bereitstellung weitreichender Fördermittel zu (Kabinettvorlage „Strukturelle Unterstützung der Stadt Mühlhausen“, beschlossen am 09.05.2018).
  • Die Mühlhäuserinnen und Mühlhäuser sowie viele Partner über die Stadtgrenzen hinaus hatten damals durch leidenschaftlichen Einsatz gezeigt, dass sie hinter der Bewerbung stehen.
  • Schauen Sie sich die Bewerbungsbroschüre und den Bewerbungsfilm gerne noch einmal hier an: Broschüre und Film
  • Stadtrats-Beschluss 645/2018 vom 28.06.2018: Entwicklung des Naherholungsgebietes zu einem touristischen Erholungsgebiet
2019 
 
  • Stadt Mühlhausen reicht Fördervoranfrage „Thüringer Quellenpark am Schwanenteich und Touristisches Leitsystem der Stadt Mühlhausen“ bei der Thüringer Aufbaubank ein
2020  
 
  • Im Dezember wird der formelle „Antrag auf Gewährung einer Zuwendung aus Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe ‚Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur‘ (GRW)“ durch die Stadt eingereicht.
2021 
 
  • Dieser Antrag wird mit dem vorliegenden aktualisierten Planungsstand am 23. März 2021 eingereicht und am 25. März 2021 vom Förderausschuss Tourismus vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft als förderwürdig bestätigt.
     
2022 
 
  • August: Übergabe des Fördermittelbescheids durch den Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft, Carsten Feller
  • Herbst: vorbereitende Arbeiten/Großbaumverpflanzung
2023 
 
  • Baubeginn im Eingangsbereich zwischen Kulturstätte und Schwanenteich

Der Prozess ist nicht abgeschlossen. Über die weiteren Entwicklungen und Aktualisierungen werden wir Sie an dieser Stelle informieren.

Integriertes Stadtentwicklungskonzept der Stadt Mühlhausen

Die Aufwertung des Erholungsgebietes „Schwanenteich“ ist als Teil des städtischen Grünsystems und für die Region im Integrierten Stadtentwicklungskonzept der Stadt Mühlhausen - kurz ISEK - festgeschrieben.

Das ISEK dient als Handlungs- und Entscheidungsgrundlage in Fragen der Stadtentwicklung. Es wurde in der Stadtratssitzung am 26.04.2018 nach einjähriger intensiver Arbeit einstimmig beschlossen. Zuvor waren unter Beteiligung verschiedenster Akteure, so den Stadträten, Vertretern von Kammern und Verbänden sowie interessierten Bürgern, Arbeitsgruppen zu den Themenfeldern „Wirtschaft, Verkehr, Infrastruktur“, „Stadtentwicklung – Bau, Natur und Umwelt, Kommunaler Klimaschutz“ sowie „Bildung, Tourismus, Kultur, Freizeit, Bürgerengagement“ gebildet worden. Die dort erarbeiteten Ansätze flossen ebenso in das „ISEK“ ein, wie die Sicht der Bevölkerung, die aufgefordert war, mittels Fragebögen den eigenen Stadtteil zu bewerten.

Damit liegt ein bedeutendes Handlungsinstrument vor, das mit einem Planungshorizont bis 2030 Ziele und Maßnahmen zur Entwicklung unserer Stadt festschreibt und alle Lebensbereiche von Baustruktur, Wirtschaft und Verkehr bis hin zu Naherholung, Kultur und Bildung einbezieht.

Hier geht es zu den Fragen und Antworten

Die Vorentwürfe, die die Ideen für die Umgestaltung grob umreißen, wurden im ersten Halbjahr 2021 an dieser Stelle online, im Amtsblatt der Stadt Mühlhausen sowie im Rahmen von Informationsveranstaltungen am 28. und 29. Juni 2021 öffentlich vorgestellt; aufgrund der pandemiebedingt begrenzten Teilnehmerzahl (die jedoch nicht ausgeschöpft wurde, so dass einige Plätze frei blieben) gab es zudem einen Live-Stream.

Daraufhin wurde die nunmehr vorliegende Entwurfsplanung erarbeitet und am 06.10.2021 mit großer Mehrheit vom Stadtrat bestätigt. Die eingegangenen Rückmeldungen der Bevölkerung sind als Anregungen und Hinweise, im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten, eingeflossen.

Im Rahmen der Bürgerbeteiligung sind kritische Äußerungen, aber auch viel Zuspruch an uns herangetragen worden. Und es zeigte sich, dass viele Mühlhäuserinnen und Mühlhäuser die Weiterentwicklung des Areals zum Nutzen von Mensch UND Natur gut finden, aber auch Änderungsbedarf sehen und ihre Hinweise vorgebracht haben – die Vielfalt der Meinungen eben.

Die Zusammenfassung der Bürgerbeiteiligung können Sie hier nachlesen.

Bauabschnitte I bis III in der Vorentwurfsplanung (bis Herbst 2021)

Bearbeitungsstand:
 
    Vorentwurfsplanung
      
Leistungsumfang:    Bauabschnitte I bis III
     I. Platz am See
     II. Seepromenade
     III. Uferweg mit Seebrücke
Gesamtfläche:    ca. 33.000 qm
      

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Platz am See

Der Platz am See bildet in direkter Nachbarschaft zum Kulturhaus, Freibad und Biergarten den Auftakt in den Quellenpark. Eine großzügige Platzfläche aus Natursteinpflaster öffnet den Blick der Ankommenden auf die Kulisse des Schwanenteichs.

Der Platz am See wird vervollständigt durch Seebühne I Spielplatz I Seeterrassen I Markenkontaktpunkt

Lockere Baumpflanzungen und eine ausgewogene Anzahl an Bänken und Sitzmöglichkeiten werden hier ergänzt. Die Mischung aus Platz am Wasser und einer repräsentativen Pflanzenverwendung lässt ein mediterranes Flair entstehen, welches ganzjährig und insbesondere an den wärmeren Tagen den Platz zu einem Ort mit starker Anziehungskraft macht.

Bearbeitungsstand:
 
   Vorentwurfsplanung
Leistungsumfang:   Seebühne | Seeterrassen | Spielplatz
Gesamtfläche:   ca. 11.500 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Platz am See - Bestandteile

Das Seeufer wird durch eine Seebühne gefasst, die Treffpunkt und Aufenthaltsort zugleich ist und das Wasser erlebbar werden lässt. Über die Sitzstufen gelangen die Besucher bis auf das Niveau des Wasserspiegels und werden zum Sitzen am Wasser eingeladen. 

Die untere Stufe der Seebühne bietet Platz für einen Bühnenstandort für Kleinkunstveranstaltungen. Zudem bietet die Platzfläche Raum für Veranstaltungen.

Im südlichen Bereich der Platzfläche hin zum Freibad liegt der neugestaltete Spielplatz, der sowohl mit Spielobjekten (z.B. Schiffen) als auch mit einem Wasserspielangebot Besucher lockt. Neben einem Sandspielbereich für Kleinkinder soll das integrative Spielangebot für verschiedene Altersgruppen erweitert werden. Die heute vorhandenen Spielgeräte sind stark in die Jahre gekommen. Elemente, die noch nutzbar sind, werden an anderer Stelle im Stadtgebiet zum Einsatz kommen. 

Eine Blühhecke mit Baumreihe bildet den Abschluss zum Freibadgelände. 

Hin zum nördlichen Popperöder Bach entstehen mittels Natursteinmauern Seeterrassen. Diese bieten mit ihren Rasenflächen und Stauden Platz zum Picknicken und zum Verweilen. Die erhöhte Position im Bereich der Seeterrassen eröffnet einen der schönsten Blicke über den See.

Weiteres zentrales Element ist das Informationszentrum („Markenkontaktpunkt“). Er ist Touristeninformation und Anlaufstelle zugleich. Mit seiner Holzarchitektur und offenen Gestaltung fügt er sich in die gewachsene Freizeitlandschaft ein. Hier werden alle Funktionen für den Empfang und die Versorgung der Besucher (incl. behindertengerechter Toilettenanlage) angeboten.

Zugleich findet sich hier eine Anbindung an das neue Touristische Leitsystem. Dieses verknüpft analoge und digitale Informationsträger, mittels derer die Besucher ausführliche Inhalte (Texte, Bilder, Filme etc.) zum Schwanenteich und zur Altstadt mit dem Smartphone abrufen können.

Der Markenkontaktpunkt hat keine gastronomische Funktion, da diese im Umfeld abgedeckt wird (vorhandenes Café, Kulturstätte, Freibad).

Die Seebrücke mit Holzsteg und Bootsanleger findet aufgrund der derzeit im Hinblick auf die Wasserqualität ungünstigen Lage künftig im Südosten des Schwanenteichs seinen Platz.

Seepromenade mit Ufergarten

Entlang des Nordufers wird ein Ufergarten geschaffen, durch den sich ein abwechslungsreicher Uferpfad schlängelt. Dadurch wird es - im Gegensatz zu heute - möglich sein, an einigen Stellen direkt bis ans Wasser zu gelangen. Die Seepromenade, der bestehende Asphaltweg, bleibt in ihrer Dimension als wichtige überregionale Fahrradroute in Richtung Hainich erhalten. Der Radweg wird durch eine Blühhecke zu den benachbarten Grundstücken abgegrenzt, um den Blick in Richtung See zu lenken und den Park-Charakter zu unterstreichen. 

Bearbeitungsstand:
 
   Vorentwurfsplanung
Leistungsumfang:   Seepromenade | Ufergarten | Uferpfad 
Gesamtfläche:   ca. 4.500 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Der Uferpfad aus Natursteinquadern verbindet in variierender Breite See und Land. Er ist geprägt von unterschiedlichen Vegetationsgruppen, kleinteiligen Aufenthaltsorten und dem Erlebnis des sich aufweitenden Seeblicks. Neben Baumpflanzungen mit mehrstämmigen Gehölzen untermalen Uferstaudenpflanzungen und Steinschüttungen das gärtnerische Thema mit facettenreichen Vegetationsaspekten.

Durch diese räumliche Differenzierung werden unterschiedliche Atmosphären erlebbar und das Flanieren durch den Ufergarten wird zu einer sinnlichen Erfahrung. Für die Umsetzung des Ufergartens wird in zwei Teilflächen der Uferbereich verbreitert. Die Seeböschung wird in diesen Bereichen abgeflacht. Die Aufenthaltsorte werden mit Bänken möbliert. 

Zugleich erweitert die Neugestaltung des Schwanenteichufers die Lebensräume für Flora und Fauna und steigert damit die Biodiversität.

Uferweg mit Seebrücke

Das westliche Seeufer wird von weitläufigen, naturnahen Wiesenflächen geprägt sein. Neben dem Uferweg aus Asphalt ist ein zweites Wegesystem aus wassergebundener Wegedecke geplant. Dieses führt vorbei an kleinen Aktionspunkten durch den erhaltenswerten Baumbestand, vorbei am angrenzenden Auenwald und bietet Ruhe und Natur abseits des Hauptweges.

Platz am Schwanenteich mit Spielplatz (Baubeginn: Ende August 2023) (Kopie 2)

Bearbeitungsstand:
 
   Vorentwurfsplanung
Leistungsumfang:   Uferweg mit Wiesenflächen | Wassererlebnisorten | Seebrücke
Gesamtfläche:   ca. 17.000 qm
     

©geskes.hack Landschaftsarchitekten GmbH

Erlebniswelt am Uferweg

Der Uferweg bietet eine naturnahe Erlebniswelt für Besucher aller Generationen.

So decken Aktionspunkte unterschiedliche integrative Nutzungsangebote ab und bereichern das Naturerlebnis. Am Seeufer soll ein Landschaftsfenster entstehen, welches bereits vom Platz am See und vom süd-östlichen Eingang sichtbar ist.

Die bestehenden Brücken des Rundweges werden saniert und führen über die Kanäle weiter in Richtung Süden zum naturnahen Spielplatz „Wasserbaustelle“. Der Popperöder Bach wird in diesem Bereich behutsam aufgeweitet und erlebbar gemacht. Das naturnahe integrative Spielangebot bildet für Familien einen starken Anziehungspunkt.

Der südliche Bereich wird mit weiten Wiesenflächen und Baumgruppen als Landschaftspark umgeplant. Dabei nimmt die Gestaltung den Bezug zum ankommenden grünen Korridor auf und bildet einen Gehölzrahmen als südlichen Abschluss zur Popperöder Gasse. 

Ergänzungen durch weitere Aktionspunkte in der Wiesenfläche und Bänke entlang der Höhenkuppe lassen die Landschaft erlebbar werden. Mit der Öffnung von Blickachsen werden die Sichtbeziehungen zu den anderen Parkteilen hergestellt.

Im süd-westlichen Bereich entsteht auf hinzu gewonnen Flächen ein neuer Zugang zum Park mit Brücke über den Popperöder Bach. Eine ergänzende Wegeverbindung über die Obstwiese verknüpft die verschiedenen Parkteile. 

Der bisher untergeordnete süd-östliche Parkeingang -Bereich Camping- wird aufgeweitet . Eine Blühhecke zur Abgrenzung und als Sichtschutz entsteht. 

Das östliche Ufer übernimmt als wichtige Wegeverbindung zwischen Platz am See und dem südlichen Eingang die Funktion einer Klammer für die unterschiedlichen touristischen Nutzungen. 

In diesem Bereich wird die Seebrücke angeordnet, die zur Belebung des südlichen Eingangs beiträgt und die Einbindung des Campingplatzes stärkt. Ausgehend von einer Fläche aus Natursteinpflaster führt ein Holzsteg auf die offene Wasserfläche hinaus und dient als Anleger für ca. 20 Boote.

Durch diese neue Anordnung des Stegs wird auch eine bessere Abflussmöglichkeit von unerwünschten Schwebstoffen (Algen etc.) gegeben sein, was am bisherigen Standort ein dauerhaftes Problem ist. Die Bepflanzung als Beitrag zur Artenvielfalt sowie die geplante Einspeisung von Frischwasser durch den nördlichen Popperöder Bach wird ebenfalls dazu beitragen, die Wasserqualität zu erhöhen.

Das östliche Seeufer wird verbreitert. Die Seeböschung wird in diesem Bereich abgeflacht. Der bestehende Asphaltweg wird durch Uferstauden- und Baumpflanzungen mit mehrstämmigen Gehölzen flankiert und mit Bänken möbliert.

Stimmungsbilder | Beispielbilder | Referenzskizzen

Presseinformationen

Februar 2025: Vorbereitungen für 3. Bauabschnitt am Schwanenteich
Oktober 2024: Tag der offenen Tür zur Neugestaltung des Erholungsgebiets Schwanenteich
September 2023: Spatenstich am Schwanenteich in Mühlhausen
November 2022: Großbäume am Schwanenteich versetzt/Über 100 Bäume werden neu gepflanzt
August 2022: Fördermittelbescheid für Weiterentwicklung des Schwanenteichs übergeben
September 2021: 2. Sitzung der Kommission zur Weiterentwicklung des Erholungsgebiets Schwanenteichs